Plzeňské sympozia

Ludmila Hlaváčková

Von den Siechenhäusern zu den geriatrischen Kliniken. Die Entwicklung der spezialisierten Pflege von Patienten fortgeschrittenen Alters

190–197 (tschechisch), Resumé S. 197–198 (deutsch)
Die Autorin widmet sich der Entstehung und Entwicklung des fachlichen Interesses an den Alterskrankheiten und den spezialisierten geriatrischen Institutionen in Prag. Deren Anfänge sieht sie in den Reformen von Josef II., als im Rahmen der Modernisierung der Gesundheitspflege z. B. das Siechenhausim Bezirk Prag-Karlov errichtet wurde, das auch für die „in Folge desAlters entkrafteten“ Personen bestimmt war. Dieses war die erste Gesundheitsinstitution für alte Menschen mit eigenem Sanitätspersonal. Am Beginn der vierziger Jahre des 19. Jahrhunderts hat Josef Hamerník ein Gesuch um Abhaltung von Vorträgen über die Krankheiten des fortgeschrittenen Alters eingereicht, wobei er die klinischen Demonstrationen im Prager Siechenhaus durchführen wollte. Hamerník wurde jedoch noch vor Erledigungseines Gesuches am Allgemeinen Krankenhaus angestellt und hat seine Vorlesungen nie realisiert. Die Autorin untersucht ferner aufgrund des Katalogsder Fachbibliothek des Prager Medizinschen Lesemuseums und der Referate in den ersten medizinischen Zeitschriften, welche Informationen über die Alterskrankheiten die Öffentlichkeit aus dem Ausland (Canstatt, Durand-Fardel, Geist) erhalten konnte. Die erste Vorlesung an der Prager medizinischen Fakultät über die Alterskrankheiten hat der Begründer der Sozialmedizin Franti‰ek Procházka im Studienjahr 1904/1905 gehalten. Der eigentliche Begründer der Gerontologie in Böhmen war erst Rudolf Richard Eiselt, der Initiator des im Jahre 1925 errichteten selbständigen Instituts für dieses Fach (seit 1929 Klinik für die Alterskrankheiten).
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