Plzeňské sympozia

Marek Krejčí

DIe Privaterinnerungen bildender Künstler als Bewahrer des Gedächtnisses

139–149 (tschechisch), Resumé S. 150 (deutsch)
Die Maler Václav Jav?rek (1815–1909) und Václav Sochor (1855–1935) gehören zwei verschiedenen Generationen des 19. Jahrhunderts an. Beiden Künstlern warein langes Leben gegönnt, obwohl es wegen des Mangels an Anerkennung seitens der jungen Kollegen und ihrer nicht allzu erfreulichen materiellen Verhältnisse von Bitternis getrübt war. Die Fragmente ihrer im Familienkreis aufgezeichneten Erinnerungen entbehren jeder literarischen Stilisierung, Verifizierungder Fakten oder editorischen Arbeit mit den Quellen. Beide kehren in ihren Erinnerungen mit Nostalgie zu den glücklicheren Jahren ihrer Jugend zurück: zum Studium in Paris, zu den ersten Erfolgen in den dortigen Salons, zu den gesellschaftlichen Kontakten mit der Welt der hohen Aristokratie, und schließlich zur Rückkehr in die Heimat und den Schwierigkeiten, sich in ihr durchzusetzen. Obwohl voll von subjektiven Eindrücken, ergänzen diese Erinnerungen durch ihre Detailschilderungen das Bild der Entwicklung der tschechischen bildenden Kunst im 19. Jahrhundert und vermenschlichen durch ihre Optik auch die Lebensschicksale der Zeitgenossen, die inzwischen Klassiker geworden sind. Jav?rek und Sochor warenvom Ethos des Künstlers geprägt, vom getreuen Festhalten an den Grundsätzen ihrer ein für alle Male angenommenen Schule; ihre Meisterschaft ließ sie nicht durch veränderliche modische Trends von ihrem Weg abweichen. Beide Künstler haben bis zum Ende ihres reichen Lebens die überzeitliche und ihre Generation überdauernde Kontinuität der bildnerischen Tradition repräsentiert.
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