Plzeňské sympozia

Hana Tillmanová

Ein Theater für Alle. Averinos Saison in Prag (1875/76)

S. 222–225 (tschechisch), Resümee S. 226 (deutsch)

Die Bewohner Prags haben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit Vorliebe die Sommertheater, die sogenannten Arenen, besucht. Diese waren vor den Mauern der Stadt gebaut und für die breite Öffentlichkeit bestimmt. Eine der interessantesten Arenen war das auf Initiative des italienischen Theaterunternehmers Eugenio Averino im Jahre 1875 entstandene Teatro salone italiano. Die Arena Averinos war ein für die damaligen Prager Verhältnisse untypisches und sehr großzügig konzipertes Unternehmen. Es handelte sich um das erste ständige Theater vom Variété-Typus, für mehr als 2000 Zuschauer und mit Tischen und einem Restaurant ausgestattet. Den Bau hat ein Kredit ermöglicht, sodass es wichtig war, beim Publikum möglichst schnell nachhaltiges Interesse zu erwecken und eine ständig hohe Besucherzahl zu erzielen. Dank der durchdachten Dramaturgie, die auf den Geschmack des Publikums flexibel reagiert hat, und des ökonomischen Aufstiegs des Prager Bürgertums waren die Bemühungen Averinos zunächst erfolgreich. Das Teatro salone italiano wurde sehr populär und konnte prosperieren. Der Artikel ist der ersten Phase seiner Existenz gewidmet, in der Averino seinem Theater charakteristische Züge verliehen hat, nicht nur was den Charakter der Vorstellungen und der Produktionen betrifft, sondern auch in Bezug auf die ganze Organisation, die die auf ihn folgenden Pächter der Arena übernommen haben.

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