Lubica Schmarcová
Zur Bildung von symbolischem Kapital in der Initiationsphase der Generation slowakischer Romantiker
Die Studie konzentriert sich auf die Initiationsphase der kollektiven Identitätsbildung in Form des Gruppenporträts der Romantiker als Prozess der Bildung von symbolischem Kapital (Pierre Bourdieu). Bei der Herausarbeitung des kulturellen Kapitals der Romantiker, der zur Erlangung eines bestimmten sozialen Status dienen sollte, konzentriere ich mich in erster Linie auf die Auswahl von deutschen Universitäten. Die Gruppe slowakischer Romantiker wird im Sinne des sozialen Kapitals als ein relativ stabiles Netzwerk von (halb-)institutionellen Beziehungen gegenseitiger Anerkennung interpretiert, das bereit war, sich für nationale Bedürfnisse mobilisieren zu lassen. Die Analyse des kulturellen und sozialen Kapitals der slowakischen Romantiker stützt sich auf die zeitgenössische Korrespondenz und auf ihre eigenen oder von Zeitgenossen verfassten Biographien, die sich zu einer kollektiven Erzählung in Form eines inszenierten Bildes mit einer zielgerichteten Komposition, einer Repräsentationsfunktion und dem Bestreben nach Fixierung und Etablierung verbinden.
Schlüsselwörter: Slowakei – 19. Jahrhundert – Generation der Romantiker – deutsche Universitäten – symbolisches Kapital
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