Tomáš Dvořák
Buden, Kramläden und die Krämer. Lage und Funktion der Kramläden in Prag vor 1900
Der Beitrag befasst sich mit dem Alltag beim Einkaufen in Prag am Ausgang des 19. Jh. Das Hauptinteresse gilt den Kramläden. Es wird das Projekt vorgestellt, das in der Erstellung einer detaillierten Stadtkarte der Standorte von Kramläden um 1885 besteht. Der Plan basiert auf Dokumenten aus einem zeitgenössischen Adressenverzeichnis für Prag und seiner neuen Vororte. Der (zukünftige) Hauptzweck ist die geplante Ausstellung im Museum der Stadt Prag. Die Funktionsweise der Geschäfte aus der Sicht der Käufer und Verkäufer (Kaufleute) wird anhand von Auszügen aus zeitgenössischen literarischen Werken von Jan Neruda und Ignát Herrmann dargestellt. Während in einem von Nerudas Feuilletons eher nostalgisch die interessante Atmosphäre eines solchen Kramladens mit zahlreichen Besonderheiten und der großen Bedeutung für die Gemeinschaft der Kunden beschworen wird, befasst sich Herrmanns Roman U snědeného krámu (Zum leergegessenen Laden) mit der Komplexität, die mit dem Funktionieren eines neuen Kaufmannsladens in der Nähe des Prager Karlsplatzes verbunden ist.
Schlüsselwörter: Tchechien – 19. Jahrhundert – Krämer und Kaufleute – Prag – Jan Neruda – Ignát Herrmann
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